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StabiCheck: Bugsnax

Jun 20 2022

Von uns für Sie getestet: "Bugsnax" für die Playstation 4. Hier schildert eine Jana Dümler ihre Eindrücke:

Konsole: Playstation 4
Genre: Fantasy, Humor
Altersempfehlung: USK 6, würde es aber eher ab 12 Jahren empfehlen
Spieldauer: ca. 15 Stunden
Standort: EG, Bestseller PS4
Das Medium im Katalog: Verfügbarkeit prüfen
Andere weiterführende Links: Ausführliche Rezension von GamePro
Charmepunkte: LGBTQ+-Repräsentation, liebenswerte NPCs, witzige Idee

Inhalt:

Als sogenannter Grumpus (bruch-)landet man auf der Insel Snacktooth nachdem man von der Abenteurerin Elizabert (auch Lizbert genannt) eingeladen wurde, eine Reportage über die Insel und die auf ihr entdeckten Bugsnax (halb Insekt, halb Snack) zu schreiben. Gegen den Willen der eigenen Redakteurin, die der Meinung ist, nur ein Loser würde auf den Unfug reinfallen, macht man sich also auf den Weg.

Nach einer stürmischen ersten Nacht auf der Insel begegnet man Filbo, dem selbsternannten (stellvertretenden) Bürgermeister von Snaxburg, der kleinen Siedlung von Abenteurern, die Lizbert und ihre Partnerin, die Ärztin Eggabell, auf Snacktooth Island begleitet haben. Nachdem man von Filbo in die Grundlagen der Bugsnax-Jagd eingeführt wurde (und ihn vor dem sicheren Hungertod bewahrt hat) erfährt man von ihm auch, dass Lizbert seit einer Weile vermisst wird. Nach ihrem Verschwindem haben sich wohl alle in die Haare gekriegt und das Dorf verlassen.

Filbo mag ein etwas glückloser Anführer sein, aber er scheint das Herz am rechten Fleck zu haben und bittet einen, ihm zu helfen, alle nach Snaxburg zurück zu bringen. Und wer weiß, vielleicht haben ja die anderen "Grumpusse" weitere Informationen, was mit Lizbert passiert ist?


Mein Fazit:

Ich fand das Spiel definitiv unterhaltsam. Es hat eine niedliche Idee, wenn die auch ein wenig hungrig macht. Das Spiel ist ab 6 Jahren freigegeben und ich nehme an, das liegt daran, dass kaum Gewalt gezeigt wird. Man erleidet nicht mal selbst Schaden, ganz gleich, ob einen ein wilder Bugsnax durch die Luft schleudert, einfriert oder man versehentlich dem Lagerfeuer zu nahekam und daraufhin ein paar Sekunden lang panisch durch die Gegend rennt und nur grob die Richtung bestimmten kann. Wesentlich mehr hat man vermutlich davon, wenn man älter ist.

Beispielsweise ist die Idee, dass sich Körperteile entsprechend der verzehrten Bugsnax verwandeln nur so lange witzig, bis man länger darüber nachdenkt. Gerade zu Beginn des Spiels sind alle Grumpusse hungrig und extrem auf Bugsnax fixiert und betonen, wie lecker die doch sind. Was hält die Grumpusse davon ab, die verwandelten Gliedmaßen zu verspeisen? Was hielt die Grumpusse der untergegangenen Zivilisation, die in grauen Vorzeiten auf der Insel beheimatet war, davon ab? Gar nichts vielleicht? Ist das der Grund, weshalb die Archäologin unter den Abenteurern nur Teilskelette finden kann?

Die Fangtechnik wird während des Spiels erweitert und manchmal bedarf es einiger Knobelei und Ausprobiererei, bis man einen Lösungsweg findet. Es gibt auch oft mehr als einen Lösungsweg.

Zwischen dem fröhlichen Fangen von Bugsnax gibt es immer wieder auch Stückchen der Geschichte. Ich fand die Infos, die man über die antiken Grumpusse bekam besonders faszinierend und ein paar Zwischenszenen waren sogar etwas gruslig. Allerdings waren sie nicht „Horror“-gruslig, sondern „Lagerfeuer-Geschichten“-gruslig.

Am meisten überrascht hat mich die LGBTQ+-Repräsentation in dem Spiel. So gibt es bspw. ein lesbisches Ehepaar und einen nichtbinären Charakter und ein schwules „demnächst“-Pärchen, das sich noch in der „Wieso? Hat er was gesagt?“-Phase befindet. Mir sind aber alle Charaktere ans Herz gewachsen, manche mehr, manche weniger, aber alle etwas. Jeder hat einen einzigartigen Charakter und ist mehr als nur ein neuer Questgeber mit einem anderen Namen und in einer anderen Farbe.

Einen kleinen Abstrich bekommt das Spiel bei mir, weil die Tonausgabe nur in Englisch verfügbar ist. Es ist zwar alles in deutscher Sprache untertitelt und die Übersetzungen sind in Ordnung, soweit ich das gesehen habe, ist aber nicht ganz so angenehm für alle, die kein oder weniger Englisch verstehen.



 

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